AP 2-4 Freisinger Ballaststoffinterventionsstudie

Akzeptanz ballaststoffangereicherter Lebensmittel

Ein hoher Verzehr von Ballaststoffen wird zur Prävention von Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen seit langem empfohlen. Die durchschnittliche Ballststoffzufuhr liegt in Deutschland mit durchschnittlich ca. 20 Gramm deutlich unter den Empfehlungen der DGE. Trotz eines großen Angebots ballaststoffreicher und ballaststoffangereicherter Lebensmittel ist die Akzeptanz dieser Lebensmittel niedrig. Unbekannt ist die sensorische Wahrnehmung dieser Produkte durch Verbraucher. Eine bessere Kenntnis der Verbrauchererwartungen und -einstellungen könnte genutzt werden, um ballaststoffreiche Produkte mit höherer Akzeptanz zu entwickeln.

Ziel des Teilprojekts ist es, die Akzeptanz ballaststoffangereicherter Lebensmittel bei Personen im mittleren Lebensalter zu untersuchen. Dazu werden aus der enable-Kohorte von Personen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren insgesamt 120 Personen, die Hälfte mit, die andere ohne Vorliegen eines metabolischen Syndroms, rekrutiert. Im ersten Schritt erhalten die Teilnehmer bereits auf dem Markt angebotene ballaststoffangereicherte Lebensmittel zur sensorischen Prüfung vorgelegt. Als Meßinstrumente werden standardisierte Bewertungsbögen verwendet. Anschließend erhält die Hälfte dieser Personen eine Auswahl ballaststoffangereicherter Lebensmittel zur ad libitum Verwendung, die andere Hälfte erhält Gutscheine zum freien Kauf von Lebensmitteln. Zum Ausgangszeitpunkt und nach 12 Wochen werden die Teilnehmer mit definierten Fragebögen zur sensorischen Qualität und Verbraucherakzeptanz befragt, der Verzehr der angebotenen Produkte wird dokumentiert und es wird Blut für Laboruntersuchungen genommen. In einer darauffolgenden “proof-of-concept”-Pilotstudie wird der Effekt eines definierten Ballaststoffprodukts auf das Metabolom und das Mikrobiom unter strikt kontrollierten Bedingungen  untersucht. Letzteres dient der Etablierung eines standardisierten Prüfprotokolls für parallel entwickelte ballaststoffangereicherte Lebensmittel (z.B. AP 2-3). Daraus soll eine Plattform für die Entwicklung und Prüfung sensorisch verbesserter und attraktiverer ballaststoffangereicherter Lebensmittel entstehen, die neue Möglichkeiten für gesündere und geschmackvollere Convenience-Lebensmittel generieren soll.

Ziel

Primäres Ziel ist, die Verbraucherakzeptanz für bereits auf dem Markt befindliche ballaststoffangereicherte Lebensmittel zu prüfen. Primäre Zielvariable ist die Erhöhung der Ballaststoffzufuhr.

Andere Ziele sind

  • Sensorische Evaluation ballastoffangereicherter Lebensmittel
  • Präferenz und Verzehr ballastoffangereicherter Lebensmittel unter Alltagsbedingungen
  • Veränderungen des kardiovaskulären Risikoprofils unter Alltagsbedingungen

 

 

Projektleitung

Prof. Dr. med. Hans Hauner

Technische Universität München
Lehrstuhl für Ernährungsmedizin

Email: hans.hauner@tum.de 

PD Dr. med. Thomas Skurk

Technische Universität München
Lehrstuhl für Ernährungsmedizin

Email: thomas.skurk@tum.de

Kooperationspartner

PD Dr. Peter Eisner


Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik
und Verpackung IVV
Email: peter.eisner[at]ivv.fraunhofer.de

Prof. Dr. Hannelore Daniel
Prof. Dr. Dirk Haller
Dr. Thomas Clavel

Technische Universität München
Email: daniel[at]tum.de
Email: dirk.haller[at]tum.de
Email: thomas.clavel[at]tum.de

Jürgen Sieg

J. Rettenmaier & Söhne GmbH & Co KG
Email: juergen.sieg[at]jrs.de