AP 2-7 Akzeptanz von neuen Produktkonzepten

Akzeptanz von neuen Produktkonzepten für definierte Zielgruppen

Im Durchschnitt treffen Konsumenten ca. 200 bis 300 ernährungsbezogene Entscheidungen pro Tag. Auf Grund der großen Anzahl ist Lebensmittelkonsum ein eher routiniertes Verbraucherverhalten. Routinen sind schwierig zu durchbrechen und stellen daher aus politischer und gesundheitspolitischer Perspektive eine Herausforderung dar. Forschungsergebnisse zeigen, dass Transitionsphasen (z.B. Veränderung der Haushaltsgröße oder Job-Wechsel) eine Chance bieten, Verbraucherverhalten zu verändern und diese Routinen zu durchbrechen. Die Akzeptanz von neuen Lebensmitteln hängt einerseits von produktbezogenen (z.B. wahrgenommene Gesundheit, Natürlichkeit) und andererseits von konsumentenbezogenen Faktoren (z.B. Geschlecht, Lebensphase und Gesundheitsstatus) ab. Hier besteht jedoch noch mehr Forschungsbedarf, vor allem in Bezug auf die Wichtigkeit dieser Faktoren für die Akzeptanz von neuen Lebensmitteln.

Transitionsphasen werden genutzt, um eine Veränderung in Richtung gesündere Lebensmittelwahl zu fördern. Darüber hinaus wird der Einfluss von Gesundheitsinformationen und Kaufsituation auf die Lebensmittelauswahl erforscht. In Labor- und realen Market-Experimenten soll die Akzeptanz von drei verschieden Lebensmitteln für Jugendliche (15 bis 25 Jahre), Erwachsene im mittleren Alter (45 bis 60 Jahre) und ältere Menschen (75 Jahre und älter) ermittelt werden. 

Ziel:

Das Ziel dieses Projektes ist es mit Hilfe von quantitativen empirischen Methoden Nahrungsmittel mit hoher Verbraucherakzeptanz zu entwickeln, die eine gesündere Ernährung fördern und dabei im Geschmack optimiert sind.

Literatur:

  • Drescher L.S., Roosen J., Marette S. 2014. The effects of traffic light labels and involvement on consumer choices for food and financial products. Int J Consum Stud. Early View 14 MAR 2014, DOI: 10.1111/ijcs.12086.
  • Marette S., Roosen J., Blanchemanche S., Feinblatt-Mélèze E. 2010. Functional Food, Uncertainty and Consumers’ Choices: A Lab Experiment with Enriched Yoghurts for Lowering Cholesterol. Food Policy 35(5): 419-428.
  • Roosen J., Marette S. 2011. Making the ‘right’ choice based on experiments: regulatory decisions for food and health. Eur Rev Agric Econ 38(3): 361-381.

Projektleitung

Prof. Dr. Jutta Roosen

Technische Universität München
Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung

Tel.:    +49 (0) 8161 71 3318
Email: JRoosen[at]tum.de

Projektmitarbeiter

Priv.-Doz. Dr.-Ing. Peter Eisner

Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik
und Verpackung IVV
Verfahrensentwicklung pflanzliche Rohstoffe
und Verfahrensentwicklung Lebensmittel

Email: peter.eisner[at]ivv.fraunhofer.de  

Rebecca Nast

Technische Universität München
Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung

 
Email: rebecca.nast@tum.de

Christopher Schädle, M.Sc.

Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik
und Verpackung IVV
Verfahrensentwicklung pflanzliche Rohstoffe
und Verfahrensentwicklung Lebensmittel

Email: christopher.schaedle[at]ivv.fraunhofer.de

Claudia Bauer

Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik
und Verpackung IVV
Verfahrensentwicklung pflanzliche Rohstoffe
und Verfahrensentwicklung Lebensmittel

Email: claudia.bauer@ivv.fraunhofer.de

Kooperationspartner

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Fachgebiet für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe
Prof. Dr. Klaus Menrad

Technische Universität München
TUM School of Education Gender Studies in Ingenieurwissenschaften
Prof. Dr. Susanne Ihsen