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28.02.2018 13:21 Age: 113 days
Category: Nachricht

Symposium der vier Ernährungsforschungscluster: Prävention von Krankheiten durch gesunde Ernährung

Eine fehlerhafte Ernährung hat im Jahr 2016 bei jedem 5. Todesfall eine entscheidende Rolle gespielt. Dies geht aus einer der größten Gesundheitsstudien hervor, welche in der Fachzeitschrift „The Lancet“ (Global Burden of Disease, 2016) veröffentlicht wurde. Ernährungsmitbedingte Erkrankungen, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Adipositas sowie Diabetes mellitus sind in vielen Ländern weit verbreitet – Tendenz steigend. Dies lässt die Wissenschaft verstärkt nach Ursachen, neuen Therapie-Ansätzen und neuen Konzepten forschen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb seit 2015 mit über 21 Millionen Euro vier Kompetenzcluster der Ernährungsforschung mit dem gemeinsamen Ziel, langfristig den Gesundheitsstatus in der Bevölkerung zu verbessern.


Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompentenzcluster der Ernährungsforschung in Deutschland

Beim Symposium der Kompetenzcluster der Ernährungsforschung am 12. und 13. März 2018, präsentieren die vier Cluster - enable, nutriCARD, NutriAct und DietBB – neueste Erkenntnisse aus der Ernährungsforschung. Journalisten haben die Möglichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz aus erster Hand über die aktuellen Themen und Fortschritte in den Ernährungswissenschaften zu informieren.

Gesund Altern – Strategien für eine gesunde Ernährung für die Generation 50+ ist das Thema der NutriAct-WissenschaftlerInnen. Mit fortschreitendem Alter steigt auch das Risiko für die sog. „Zivilisationskrankheiten“. So wird u.a. Prof. Dr. Knut Mai Ergebnisse präsentieren, wie eine optimale Ernährung im Alter aussieht, um fit und gesund bis ins hohe Alter zu bleiben.

nutriCARD dagegen widmet sich ganz der Herz-Kreislauf-Gesundheit, der Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Prof. Dr. Gabriele Stangl hat Effekte von Nahrungsinhaltsstoffen wie Vitamin D oder Phosphat untersucht und letzteres als neuen gesundheitsrelevanten Nahrungsfaktor identifiziert.

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Demenz und die Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen ist das Thema des Clusters DietBB in Bonn. So wird Prof. Dr. Peter Stehle darüber informieren, dass das Risiko von chronischen Entzündungen durch eine mediterrane Ernährung verringert werden kann.

Gesunde Ernährung in allen Lebensphasen, von der Geburt bis ins hohe Alter, steht im Fokus des enable-Clusters an der TU München. So werden Ergebnisse eines hoch-innovativen Ernährungskonzepts für Senioren zur Vermeidung von altersbedingten Mangelerscheinungen von Frau Prof. Dorothee Volkert vorgestellt. Außerdem geht es auch um die Frage, wie die immer beliebter werdenden Convenience-Produkte in allen Altersstufen zu einer gesunden Ernährung beitragen können.

Detaillierte Informationen zu den Referenten und den Vortragsthemen entnehmen Sie bitte nachfolgendem Programm. Alle Journalisten sind natürlich auch herzlichst eingeladen, am Symposium teilzunehmen --> Symposium-Programm (Download)

Pressekonferenz zum „Symposium der Kompetenzcluster der Ernährungsforschung“

Wann:                  12. März 2018, 12:30 – 14:00 Uhr

Wo:                      Technische Universität München
     Maximus-von-Imhof-Forum 3, 1. Stock
     85354 Freising

Anmeldung unter enable-cluster[at]tum.de

--> Programm zur Pressekonferenz (Download)

 

Programm:

enable:

Der enable-Cluster: Forschen für gesündere Convenience-Produkte
Prof. Dr. Hans Hauner, Sprecher des enable-Clusters, Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München

Akzeptanz eines hochwertigen Proteinangereicherten Drinks in der Zielgruppe 75+
Prof. Dr. Jutta Roosen, Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung der Technischen Universität München
Innovative Ernährung zur Vermeidung von Mangelernährung im Alter
Prof. Dr. Dorothee Volkert, Institut für Biomedizin des Alterns, Universität Erlangen-Nürnberg


NutriAct:

NutriAct –Kompetenzcluster der Ernährungsforschung Berlin-Potsdam
Prof. Dr. Tilman Grune, Sprecher des Nutri-Act-Clusters, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke

Mikronährstoffe im Alter
Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Institut für Ernährungswissenschaft, Abteilung Lebensmittelchemie, Universität Potsdam

Erste Ergebnisse der NutriAct-Interventionsstudie
Prof. Dr. Knut Mai, Medizinische Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin, Charité Berlin


nutriCARD:

Entwicklung und Bewertung von reformulierten und verbesserten Lebensmitteln sowie Strategien zu deren Vermarktung
Prof. Dr. Peggy Braun, Veterinärmedizinische Fakultät, Institut für Lebensmittelhygiene, Universität Leipzig

Wirkmechanismen von Nahrungsstoffen und Biomarker des Nährstoffverzehrs
Prof. Dr. Gabriele Stangl, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Universität Halle-Wittenberg

Entwicklung von evidenzbasierten Ernährungskonzepten zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit und Konzepten zur verbesserten Ernährungsbildung
Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Sprecher des nutriCARD-Clusters, Institut für Ernährungswissenschaften – LS Biochemie der Ernährung, Universität Jena


DietBB:

Der Einfluss der Kennzeichnung von Nahrungsmitteln auf die Nahrungsmittelauswahl
Prof. Dr. Bernd Weber, Center for Economics and Neuroscience (CENs), Universität Bonn

„Stressähnliche“ postprandiale Reaktion für chronische Entzündungen – die Wirkung mediterraner Ernährung
Prof. Dr. Peter Stehle, Institut für Ernährung und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn

Neue Instrumente der Ernährungserhebung für Deutschland
Prof. Dr. Ute Nöthlings, Sprecherin des DietBB-Clusters, Institut für Ernährung und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn