AP 1-4 Definition von "Metabotypen"

Definition von "Metabotypen" zur besseren Vorhersage der Reaktion auf Ernährungsfaktoren

Es gibt gute Hinweise darauf, dass die Reaktion auf Ernährungsveränderungen auf genetische Faktoren und Stoffwechseleigenheiten der Personen zurückzuführen ist. Jüngere Studien versuchten, dies bei Hochrisiko-Personen, definiert anhand von bestimmten Genotypen, nachzuweisen; diese Studien waren bisher aber nur wenig erfolgreich.

In diesem Projekt wollen wir "Metabotypen" identifizieren, die unterschiedliche Reaktionen auf Ernährungsfaktoren bedingen und erklären könnten. Dafür werden wir sowohl "-omics"-Daten (Metabolomics, Genetics, Epigenetics) als auch Standardparameter der klinischen Praxis verwenden und weitere Phänotyp-Daten; solche Daten sind für Teilnehmer der Studie KORA F4 (n = 3,000) verfügbar. Anschließend werden wir im Rahmen der prospektiven KORA-Studie den Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und dem Auftreten von Krankheiten – unterteilt nach Metabotypen – untersuchen. Der Schwerpunkt wird auf Adipositas und Adipositas-assoziierten Stoffwechsel-Erkrankungen liegen.

Für die Einteilung in Metabotypen werden wir verschiedene statistische Gruppierungsmethoden anwenden. Personen innerhalb eines Metabotyps sollen dabei möglichst ähnlich und Personen verschiedener Metabotypen möglichst unterschiedlich sein.

Einteilung in Metabotypen anhand statistischer Gruppierungsmethoden

Ziel: 

Die Ziele dieses Projektes sind:

  1. die Definition von sogenannten "Metabotypen" anhand statistischer Methoden unter Verwendung verfügbarer "–omics"-Daten und klassischer klinischer Kenngrößen;

  2. die Analyse des Zusammenhangs von Ernährungsfaktoren und dem Auftreten von Krankheiten in einer prospektiven Kohortenstudie, gesamt und unterteilt nach Metabotypen.

Projektleitung

Prof. Dr. Jakob Linseisen

Helmholtz Zentrum München
Institut für Epidemiologie II

Tel.:     +49 (0)89 3187 3202
Email:  j.linseisen[at]helmholtz-muenchen.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Hannelore Daniel 

Technische Universität München
Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie

Tel.: +49 (0)8161 71 3400
Email: daniel[at]tum.de

Prof. Dr. med. Hans Hauner

Technische Universität München
Klinikum rechts der Isar, Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin
Uptown Campus D München

Tel.:    +49 (0) 89 289 249 11
Emai:  hans.hauner[at]tum.de